Kaelte missbrauch, um an den Preisraedern zu drehen
Kräftig erhöhte Konzentrationen Achselschweiß verströmte sicher so mancher Bediensteter als der Blick auf den Anzeigen ruhte, die zeigen sollten, dass alles im Lot ist. Nehme ich einfach mal an. Die Bundesnetzagentur hat durch ein Schreiben wissen lassen, dass es seit dem 6. Februar zu unterschiedlichen Tageszeiten, erhebliche und über mehrere Stunden andauernde Unterdeckungen in der Stromversorgung kam.
Solange in dieser Zeit kein Kraftwerk ausfällt,
kann man zur Not damit leben.
Doch es war schon so brisant, dass es, wäre es zum Ausfall gekommen, keine Absicherung gegeben hätte. Ein spannende Vorstellung, wie sich in diesem Moment wohl die Atombefürworter die Hände reiben und Freudentänze aufführen würden. „Wir brauchen den Atomstrom“, höre ich sie schon im Chor rufen. Aber, … es ging ja nochmal gut.
Es gab viele unterschiedliche Spekulationen darüber, wie es zu solch einer Unterdeckung kommen kann. Und sicher wird es nicht das letzte Mal gewesen sein. Strom ist die Luft der Wirtschaft und ein Zeichen unseres Fortschritts. Dass er einmal einfach nicht mehr da ist, kann man sich kaum vorstellen. Ein paar Stunden würden wir es ja noch verkraften. Aber viel länger … ein gruseliger Gedanke. Einige Unternehmen, allen voran aus den öffentlichen Diensten, haben vorgesorgt und Notstromaggregate angeschafft. Krankenhäuser sind auf Strom im höchsten Maß angewiesen.
Abhaengigkeiten,
egal wie sie sich darstellen, sind Fesseln, die niemand anhaben möchte.
Viele Menschen denken über ein autarkes Leben nach. Nur die allerwenigsten leben es. Von den großen Energiekonzernen abhängig zu sein ist inzwischen völlig normal. Und bislang ging ja auch immer alles gut. Aber was, wenn nicht?
Dann sieht es schlecht aus, wenn man keine Kerzen im Haus hat. Oder wie wir von Kuntschar sagen würden: „Es ist immer gut, etwas Kuntschar in der Gemeinde zu haben.“ Darunter verstehen wir: eine eigene Stromversorgung. Ein erster Schritt, sich von den großen Konzernen unabhängig zu machen.
Der Notstand ab dem 6. Februar ist ein Problem des Marktes selbst.
Es gibt die Strombörse, an der Strom gehandelt wird. Wie überall regelt auch hier der Bedarf nicht nur den Preis, sondern auch die Verfügbarkeit. Das zu erklären ist nicht einfach, so wie immer, wenn Menschen an Rädern drehen, die möglichst groß sind und dazu beitragen, dass nur die Wenigsten verstehen, was dort eigentlich geschieht. Es ist ein Markt, in dem es um unglaublich viel Geld geht. Und da sollte man, wenn möglich, die Finger von lassen. Aber genau das geht ja nicht, denn man braucht den Strom.
Deswegen argumentieren wir immer wieder damit, dass eine eigene Stromversorgung die bessere Alternative ist. Es gibt sie ja schon, die Gemeinden, die zu einem großen Teil diese Strategien umgesetzt haben.
