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Die Nutzung von Strom durch oekologische Technologie steigt
Im vergangenem Jahr wurden im Landkreis Kassel 1100 neue Anlagen zur Erzeugung von Ökostrom in Betrieb genommen. Dort wird Strom mit Sonnenlicht, Wind und Wasser, aber auch Biomasse erzeugt. Bereits im Jahr 2010 wurden ca. 26 Prozent der im Landkreis verbrauchten Energie aus erneuerbaren Rohstoffen erzeugt.
Große Spruenge
„Fürs laufende Jahr 2012 erwarten wir einen Riesensprung, vor allem bei der Windenergie“, sagt Vize-Landrätin Susanne Selbert (SPD). Nach ihren Worten nimmt der Landkreis Kassel diesbezüglich eine Spitzenstellung ein. Die Zahlen hätten sich in den letzten drei Jahren verdoppelt. Zurzeit sind 5700 Anlagen am Netz. Der Strom, der in diesen Anlagen erzeugt wird, wird in das überörtliche Netz der E.ON Mitte gespeist. Die Tendenz sei steigend.
Im Grunde sind das keine verwunderlichen Neuigkeiten. Vielmehr eine logische Konsequenz der aktuellen Energie-Politik. Weniger Atom-Strom bedeutet mehr Ökostrom. Uns als Technologie-Unternehmen freut diese Entwicklung. Zum einen sind wir schon aus Prinzip für die erneuerbaren Energien. Unsere Produkt ist das Kind dieser Einstellung. Eine Holzgas-Anlage ist ein Kraftwerk für Ökostrom allererster Garde. Holzgassysteme sind im Kommen und werden in den nächsten Jahren eine wichtige Rolle im Reigen der verschiedenen Technologien spielen. Und so wird auch in der Öffentlichkeit das Thema Holzgas immer populärer werden.
Gut gemixt ist besser
Ökostrom ist ein Mix aus allen zur Verfügung stehenden regenerativen Technologien: Wind, Sonne, Wasser und Biomassen. Die Umstände erlauben nicht immer jede Art zu installieren. Es gilt, die regionalen Voraussetzungen bei der Planung zu beobachten. Ein Wind- oder Solarpark kann nicht überall installiert werden. So fühlen wir uns recht wohl dabei, wenn an solchen Orten alternative Systeme, wie z. B. unser Holzgassystem zum Einsatz kommen. Ein Kuntschar-System ist an vielen Orten einsetzbar. Allerdings gilt auch hier, dass alles gut geplant werden muss.
Im Landkreis Kassel haben Windräder derzeit den größten Anteil bei der Stromerzeugung. 80.000 Kilowattstunden Strom werden aktuell von rund 100 Windrädern erzeugt. Daneben gibt es 43 Biomasse-Kraftwerke. Und nicht zu vergessen sind die vielen kleinen Solar-Anlagen auf den Dächern der Häuser.
Alles auf dem Land
Denn da gibt es Platz genug. So mancher Landwirt erntet inzwischen neben Getreide und Kartoffeln auch Sonnenenergie. Auf dem Land ist genug Platz für Windräder. Es gibt viele Maschinenhallen und Scheunen, die mit Solar-Anlagen bestückt sind. Nicht zuletzt ist das Land ideal für die Erzeugung und Lagerung der Biomassen geeignet. Selbert drückte es so aus: “Die Energiewende findet auf dem Land statt.“
Der Landkreis hat die Aermel hochgekrempelt.
Er unterstützt den Ausbau der Regenerativen, wo er kann. Mit Kommunen und Zweckverbänden aus dem Raum Kassel arbeitet man zurzeit an einem Masterplan für den Ausbau der Windenergie. Wir würden es begrüßen, wenn man auch die anderen Technologien berücksichtigen würde. Windkraft allein wird letztlich nicht genügen. Bis zum Sommer soll ein Plan vorgelegt werden. Vielleicht findet ja doch der eine oder andere Weg zur Stromerzeugung einen Weg in diesen Plan.
Erste Ansaetze sind vorhanden
Das wird deutlich an dem Beispiel Vollmarshausen. Dort wurde zum Jahreswechsel eine Biogas-Erzeugungsanlage in Betrieb genommen. Mit ihr erzeugt die Gemeinde Strom und Wärme. Sie wird genutzt, um das Rathaus und die Regenbogen-Schule zu beheizen. Solche Beispiele sind hoffentlich bald kein Einzelfall mehr. In naher Zukunft können auch wir über ein ähnliches Projekt, direkt vor unserer Haustür, berichten. Wenn es soweit ist, erfahren Sie es als erster.
