Von Strom, Stromkosten und Energie

Ganz frisch ist die Studie, die von „Greenpeace Energy eG“ und dem „Bundesverband WindEnergie e. V.“ (BWE) in Auftrag gegeben wurde. Ganz aktuell erschienen ist die „FÖS-Studie“ vom „Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft“. Sie untersucht die Stromkosten und stellt fest: Strom – ökologisch erzeugt – ist keineswegs teurer als Atomstrom oder Strom aus Kohlekraftwerken. Die Ergebnisse zu den Stromkosten sind nicht zur Bettlektüre geeignet – man würde danach kein Auge mehr zubekommen (siehe http://www.foes.de/pdf/2012-08-Was_Strom_wirklich_kostet_lang.pdf).

Es sind die Subventionen, die die wahren Stromkosten verschleiern.

Sie erscheinen nämlich nicht in den Stromrechnungen der Verbraucher. Da sonst auch niemand darüber spricht, kann man damit gut leben. Nun ist die Katze aber aus dem Sack: Wir hätten unseren Strom schon deutlich früher, deutlich günstiger haben können: Die Subventionen hat wer bezahlt? Genau, der Steuerzahler. In der Studie wird näher darauf eingegangen, und man kann sich ein Bild von den Zahlen machen.

Konventionelle Energie ist teurer

© Nigel Monckton – Fotolia

Atomstrom sei demnach seit 1970 mit mindestens 187 Milliarden Euro gefördert worden. Weitere 177 Milliarden habe es für Energie aus Braun- und Steinkohle gegeben. Die erneuerbare Energie liege bei „gerade mal“ 54 Milliarden Euro. Konventionelle Stromerzeugung habe in der Vergangenheit von Steuervergünstigungen und Finanzhilfen gelebt – und hätte die Stromkosten senken können. Sie belasteten den Staatshaushalt und somit am Ende wieder den Verbraucher. Von 1970 bis 2012, so zeigt die Studie auf, sei der erneuerbar erzeugte Strom durchschnittlich mit 3,4 Cent gefördert worden, ganz anders bei Strom aus konventioneller Erzeugung: Braunkohle sei mit 1,3 Cent, Steinkohle mit 3,3 Cent und die Atomkraft mit 4,0 Cent je Kilowattstunde bedacht worden. Soviel zum Thema “Stromkosten“.

Energie: unbeachtete Folgekosten

Bei aller Förderung ist nicht zu vergessen, dass es nicht nur um die Erzeugung von Energie geht, sondern auch um die Frage, was mit den Folgekosten ist. Am deutlichsten wird das in der Frage zur Entsorgung des Atommülls: Wohin damit? Nicht unerwähnt dürfen die Klimaschäden – besonders die Schäden durch Atomunfälle – bleiben. Diese Probleme verursachen selbst dann noch Kosten, nachdem der Strom längst verbraucht ist – nachträgliche Stromkosten.

Was kostet was? Energie und Verbrauch

◆ Eine Waschmaschinenladung voll Buntwäsche bedeutet Stromkosten, bei 40 °C, zwischen 28 und 47 Cent, bei 60 °C zwischen 34 und 43 Cent und bei 90 °C zwischen 43 und 52 Cent.
◆ Der Wäschetrockner trocknet zu Stromkosten zwischen 40 Cent (Kondenstrockner) und 1 Euro (einfacher Ablufttrockner).
◆ Die Energie beim Staubsaugen kostet uns ca. 25 Cent je halbe Stunde.
◆ Unsere Lebensmittel lassen sich mit einem energieeffizienten Kühlschrank für 10 bis 15 Cent pro Tag kühlen (gilt auf keinen Fall für die alten Geräte, die schnell auf das Doppelte bei den Stromkosten kommen können).
Spülmaschinen reinigen Geschirr zu einem Preis von 38−40 Cent.
Kochen auf aktuellen Herden kostet für eine halbe Stunde in etwa 12,5 Cent. Das Backen treibt die Stromkosten nach oben: 75 Cent bei herkömmlichen Herden mit Ober- und Unterhitze und ca. 50 Cent bei Umluftherden.
TV-Geräte brauche nur wenig Energie, wenn sie neueren Datum sind: für 2 Stunden knapp 3 Cent, was aber stark schwankt, wenn man beispielsweise einen Plasma-TV nutzt, der mit 20 Cent den Spaßfaktor deutlich drückt – Energie ist dann Luxus.
◆ Die Beleuchtung mit einer klassischen 100-Watt-Glühlampe kostet 12,5 Cent, wenn sie 5 Stunden leuchtet. Energiesparlampen verursachen demgegenüber nur 2 Cent an Stromkosten in der gleichen Zeitspanne.
Hygiene kostet ebenfalls Energie, wenn man es mit Duschen versucht für 10 Minuten, bei einem angenommen Wasserverbrauch von 10 Litern pro Minute fallen Stromkosten zwischen 1,50 und 1,85 Euro an. Deutlicher Verlierer: das Vollbad. Bei 200 Litern Wasser kostet das Frischegefühl zwischen 3 und 3,85 Euro – Energie und Stromkosten.
Computer sind sehr unterschiedlich. Aber im Mittel kostet uns der Standard-PC ca. 8 Cent in 4 Stunden. Ein Laptop verbraucht hier nur die Hälfte an Energie.
◆ Den größten Schaden in der Haushaltskasse beschert uns die Heizung. Ein Zimmer mit 15 Quadratmetern innerhalb eines schlecht isolierten Altbaus schön warm zu bekommen, schlägt bei herkömmlichen Gas- und Ölheizungen mit ca. 360 Euro zu Buche. Da lohnt es sich, in ein sparsames Passivhaus zu wechseln. Dort kostet das „Aufwärmen“ nur 18 Euro. Bei Personen, die mit Strom zu Standardtarifen heizen müssen, sind auch Kosten bis zu 1.100 Euro kein Problem. Beim Passivhaus käme man dafür auf lediglich 56 Euro.

Stromkosten senken

So erzeugt man Energie die Stromkosten senkt: Mit dem Holzgassystem von Kuntschar.

So detailliert beschrieben, fühlt sich die Diskussion um die Energiewende ganz anders an. Jeder mag sich seine eigenen Gedanken machen. Wir machen das schon seit Jahren. Herausgekommen ist unser Holzgassystem − ein Weg der Eneregieerzeugung, der mit zu den effektivsten gehört, die man auf dem Markt finden kann. Es ist das Gesamtpaket, das Holzgassysteme auszeichnet. Es ist schön zu sehen, dass die Holzgastechnologie in der jüngeren Vergangenheit immer mehr Beachtung findet. Sie ist nicht nur deutlicher in den Fokus der Wissenschaft gerückt, sondern auch immer mehr Betriebe nutzen Holzgas.

Autor: Frank Facius
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