Es gibt für Unternehmen die Möglichkeit, sich von der sogenannten EEG-Umlage befreien zu lassen, wenn sie einen besonders hohen Stromverbrauch haben. Das Unbehagen ist bei solchen Privilegien vorprogrammiert. Offensichtlich muss der kleine Mann wieder die Rechnung übernehmen  –  kann es nicht einfach mal gerecht zugehen? Der Bürger zürnt und schweigt –  resigniert: »Was soll ich tun? Ich kann ja doch nichts daran ändern.« So, wie es sich zurzeit darstellt, stimmt das. Hier drehen sich Räder, in deren Nähe man nicht einmal kommt, geschweige denn, dass man auch daran drehen könnte.

Wo findet die Energiewende statt?

Die Diskussion um die Kosten der Energiewende findet in den Geldbeuteln statt. Wer viel hat, der kann es verkraften. Wer ohnehin schon wenig hat, den erwischt es eiskalt und immer kälter. So mancher würde sicher gern wissen, ob es tatsächlich notwendig ist, Unternehmen von der EEG-Umlage zu befreien. Es ist nicht schwierig vorstellbar, dass es tatsächlich einige Unternehmen gibt, die am Rand des Existenzminimums stehen. Okay, es sei ihnen gegönnt, dass ihnen der Staat unter die Arme greift, damit die damit verbunden Arbeitsplätze erhalten bleiben – es kommt uns ja allen zugute.

Unmöglich zu durchschauen

Die Zahlen bzw. das komplette System, nach dem entschieden wird, wer befreit wird und wer nicht, ist weder bekannt, noch würde ein normal Sterblicher verstehen, was er dort lesen würde. Hier zu unterstellen, dass es »ungerecht zugehe«, liegt zwar nahe, aber wir dürfen es nicht, weil wir bestenfalls Vermutungen anstellen können –  leider. Wir werden also nicht beurteilen können, ob Herr Altmaier die nötigen, ehrlichen Reformen ins Werk setzen kann, die gerecht die Kostenlast verteilen.

Künstlich erzeugte Preise?

Gern wird auch die Begrifflichkeit der künstlich erzeugten Verteuerung bemüht. Auch das ist denkbar –  aber nicht beweisbar. Also sehen wir davon ab. Stattdessen sind Ideen und Konzepte gefragt. Eine Idee von uns: Wenn Unternehmen, die so viel Stromerzeugen, dass sie von der EEG-Umlage befreit werden, sich Gedanken über eine eigene Stromerzeugung machen und realisieren –  wir wüssten im Übrigen schon eine Technologie, die eventuell zum Einsatz kommen könnte –, dann hätten sie nicht nur bei der Bevölkerung einen Stein im Brett, sondern sich selbst den größten Gefallen getan: die Stromkosten gesenkt. Natürlich wissen wir, dass es sooo einfach nicht ist. Aber ist die Idee es nicht wert, näher betrachtet zu werden? Eine Kopplung mehrerer Kuntschar-Holzgassysteme ist kein Problem und erbringt Leistungen, die auch größeren Unternehmen zum Vorteil gereichen werden. Herauszufinden, ob sich das für ein Unternehmen rentiert, ist so schwierig nicht. Allein es zu tun, ist der erste Schritt.

Autor: Frank Facius
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