Die Fakten:

Die Zuschüsse im Erneuerbare Energien Gesetz sind gekürzt.

Die Zuschüsse für die Verwertung von Gülle und nachwachsenden Rohstoffen wurden gekürzt.

Der Fachverband Biogas meldet, dass er damit rechnet, dass es einen Rückgang beim Neubau von Biogasanlagen geben wird. Letztes Jahr waren es 1300 und für dieses Jahr rechnet man mit nicht mehr als 300.

Die CSU möchte den Ausbau von Biogas-Anlagen in Bayern vorantreiben. Eine Steigerung der Kapazität von 700 auf 2000 Megawatt ist das Ziel.

Das ist für den Bayerischen Ministerpräsidenten Seehofer mehr als nur ärgerlich. Der Plan war es, durch den Bau von 4-5 neuen GROSSEN Gaskraftwerken, den ausfallenden Atomstrom zu ersetzen. Allerdings hatte er die Rechnung ohne die Energiekonzerne gemacht, die ihm vorrechneten, dass sich solche Kraftwerke rechnerisch nicht lohnen würden. Schade, dass niemand diese Rechnung je zu Gesicht bekam. Alternativ, denn der Strom wächst auch in Bayern nicht auf Bäumen, wollte Seehofer kleine Brötchen backen und statt vieler großer, einfach viele kleine Biogas-Anlagen im Freistaat verteilen. Eine gute Idee, wäre da nicht wieder der Rotstift unterwegs gewesen. Ausgerechnet bei den erneuerbaren Energien wird gekürzt. Warum? Wir wissen es nicht!

“Wir brauchen Reservekraftwerke in Bayern, die dann zum Einsatz kommen, wenn die erneuerbaren Energien zu wenig Strom liefern. Der Bau derartiger Reservekapazitäten, etwa in Form neuer Gaskraftwerke, ist für die Versorgungssicherheit in Bayern zwingend. Wenn 2015 und 2017 die bayerischen Kernkraftwerke Grafenrheinfeld und Gundremmingen B abgeschaltet werden, brauchen wir Ersatz für die verloren gegangenen Leistungen“, erklärte dazu Umweltminister Marcel Huber (CSU). Ja, da wird es gewiss eng mit der Versorgung, wenn keine Alternativen besorgt werden. Die Sorgen aus dem Büro des Herrn Seehofer sind berechtigt.

Ähnlich wird es auch die Solar- und Windenergie Branche treffen – auch wenn die Kürzungen hier noch nicht eingetroffen sind – denn man rechnet schon damit. Viele Bauherren gaben Gas, um die Anlagen noch vor der Wirksamkeit der Kürzungen fertig zu stellen – von der man sich nur noch fragt, wann gekürzt wird. Wer es danach versucht, wird deutlich mehr aus der eigenen Geldbörse investieren müssen. Es ist schon eine Frage wert, was die Entscheider in Politik und Wirtschaft für Pläne haben. Atomkraftwerke abschalten ist eine Sache, für Ersatz zu sorgen eine andere.

Wir würden ja Herrn Seehofer gern unsere Holzgas-Anlagen liefern. Gerade dort, wo an jeder Ecke Holz zu finden ist, wäre Holzgas die ideale Lösung. Zumal man nicht einmal neue Anbauflächen für Mais anlegen muss – Holzgas braucht eben nur Holz. Doch genau da kommen ja wieder die Kürzungen ins Spiel, die alles verhindern. Da stellt sich allerdings wie von selbst die Frage: „Wo sind eigentlich die Investoren, die sich noch trauen, unabhängig von Förderprogrammen, zu agieren?“ Klar, es wird nicht ganz so einfach, wenn man Selbstzahler ist. Eine Kuntschar Holzgas-Anlage ist ein Energielieferant allerbester Art. Denn hier wird neben dem Strom bekannterweise auch jede Menge „nutzbare Wärme“ erzeugt. Mit ein wenig Verstand lässt sich schnell ausrechnen, dass sich damit auch ohne staatliche Förderungen der Aufwand rechnet. Nicht nur für den Investor, sondern auch für unsere Umwelt. Herr Seehofer, wie wärs?

Autor: Frank Facius
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