Stand: 14.12.11
Holz, erkennen wir seinen Wert?
Billig sollte es sein, stabil ebenfalls und schnell verfügbar. Holz als Baumaterial ist seit jeher ein begehrter Werkstoff. Nachhaltiger Umgang mit diesem so vielseitigen Material steht jedoch noch gar nicht so lange auf der Tagesordnung von öffentlichen wie privaten Holznutzern. Sei es in eben jener Baubranche, der Papierindustrie oder selbst der Textilhersteller.
Was ist das besondere?
Als einer der stabilsten Stoffe im Pflanzenreich erreichen Bäume wegen ihrer Festigkeit Höhen von mehr als 50 Meter. Das Geheimnis seines Erfolges verdankt Holz den röhrenförmigen Zellulosezellen, die durch Lignin, eine feste, farblose Kohlenwasserstoff-Verbindung, miteinander verklebt sind. In der Zellwand eingelagert dient das Lignin dort als Festigungselement. Je nach Baumart sind die Zellen unterschiedlich groß und strukturiert. Dadurch ergeben sich die verschiedenen Eigenarten der Hölzer, wie zum Beispiel Gewicht, Dichte oder Festigkeit. Botanisch unterscheidet man zwischen Laub- und Nadelhölzer.
Wie wird heute damit umgegangen?
Wie bereits erwähnt ist Nachhaltigkeit und ein ökologisch verträglicher Umgang in Verarbeitung und Nutzung des natürlichen Alleskönners noch gar nicht solange in aller Munde. Um dem Raubbau an den Wäldern entgegenzuwirken, wurde erst 1993 das “Forest Stewardship Council”, kurz FSC, gegründet. Die Organisation hat weltweit Standards für eine umweltfreundliche und sozial verträgliche Forstwirtschaft gesetzt. Ein Gütesiegel des FSC signalisiert dem Verbraucher, dass die Holzprodukte aus nachhaltiger Waldnutzung stammen.
In der Zwischenzeit haben sich weitere Richtlinien, Normen, Standards und Gütesiegel entwickelt und sorgen nicht immer für eine besondere Klarheit im Blätterwald. Im Gegenteil. Immer wieder tauchen selbstgemachte Versprecher-Siegel auf die weit von dem entfernt sind, was sie eigentlich vermitteln wollen – Sicherheit und schonender Umgang mit den Ressourcen.
Wer mehr zum Thema Gütesiegel und den schonenden Umgang mit Holz wissen möchte, erfährt dies direkt bei der deutschen Arbeitsgruppe des FSC. www.fsc-deutschland.de
Quelle: www.planet-wissen.de

