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Brennstoff Holz

Alles über den Brennstoff mit Zukunft

 

Bei der Erzeugung von Holzgas aus naturbelassenen Holzhackschnitzel im Festbettvergaser darf die einheitliche durchschnittliche Feuchte von max. 15 % nicht überschritten werden. Die Stückigkeit bzw. die Korngröße der Hackschnitzel muss innerhalb der Güte zwischen 30–70 mm Kantenlänge liegen, wobei der Feinanteil unterhalb von 2 % liegen muss. Dies muß mit Hilfe einer Siebanlage vor dem Hackguttrockner und vor dem Vorratsbehälter eingehalten werden. Die Siebanlage muss mindestens eine Sieblänge von 4 Meter haben. Es darf beim sieben nicht zu Überlagerungen von Hackgut kommen, da dies eine gute Trennung des Hackgutes verhindert und der Feinanteil trotzdem zu hoch bleibt. Außerdem ist es zwingend notwendig, dass der Brennstoff frei von metallischen Bestandteilen oder mineralischen Verschmutzungen ist.

Sägespäne, Sägemehl, Frässpäne sowie reine Rinde dürfen nicht eingesetzt werden. Je nach verwendeten Holzarten (Weich– und Harthölzer) oder Alter der Hackschnitzel können die Leistungen und der Verbrauch der Hackschnitzel schwanken. Die grobe Stückigkeit des Holzes ist für eine optimale Holzvergasung nach dem Reduktionsverfahren System "Kuntschar" (Erzeugung der Holzkohle für die Reduktion) unbedingt erforderlich. Da Holz der gasreichste, feste Brennstoff - im Vergleich zur Kohle - ist, ist darauf zu achten, dass kein morsches oder länger als ein Jahr gelagertes Holz eingesetzt wird. Frisches-gasreiches Holz ist die optimalste Qualität die sich als Vergaserbrennstoff eignet. Die volle Leistung des Gasmotors verlangt einen ausreichenden Energieeinsatz für die Zylinder des Motors. Eine schlechte Holzqualität hat weniger Gasanteile, wodurch mit einer geringeren Leistung und höheren Brennstoffverbrauch zu rechnen ist.

Darüber hinaus sind bei der Lagerung von Hackschnitzeln im Freien die Bestimmungen der Verordnung über die Verhütung von Bränden (VVB) zu beachten: Gemäß § 14 "Lagerung brennbarer fester Stoffe im Freien" dürfen maximal 3000 m³ Lagergut in einem Lager gelagert werden und es muss ein Mindestabstand von 10 m zu Gebäuden oder anderen Lagern eingehalten werden.

Nur gute Hackschnitzelqualitäten können auch gute Vergasungsergebnisse erzielen und vermindern das Risiko von Betriebsstörungen. Außerdem werden dadurch die Reinigungsintervalle ganz erheblich verlängert.