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Betriebszustände |
Im Kuntschar-Holzvergaser sind zwei verschiedene Betriebszustände in Funktion:
I. Die Verbrennung als diskontinuierlicher Betrieb
Bei den Verbrennungsvorgängen wie beim Anfahren, Abfahren und bei Störfällen wird das im Vergaser eingebrachte Holzhackgut durch Zufuhr von Primär – und Sekundärluft vollständig verbrannt. Hierbei fallen keine höheren Emissionen an, als dies bei genehmigten Hackschnitzelfeuerungsanlagen der Fall ist.
Die entstehenden Verbrennungs- bzw. Oxidationsprodukte werden nach Reinigung im kombinierten Zyklon–Hochtemperatur–Feinfilter mit dem Abgas-Saugzugventilator über die Abgasleitung ins Freie abgeführt. Bei der Verbrennung des Hackgutes wird die thermische Energie zur Einstellung und Erhaltung der notwendigen Vergasertemperatur genutzt.
II. Der Reduktion-Vergasungsbetrieb als kontinuierlicher MHKW-Normalbetrieb
Nach Erreichen der Reaktortemperatur erfolgt automatisch die Umstellung der Betriebszustände, die über ein Softwareprogramm gesteuert werden.
Im Vergasungsbetrieb wird das Holzgas verfahrenstechnisch nach dem Reduktionsverfahren erzeugt und in einem Gasmotor zur Erzeugung von Nutzenergie (Strom & Wärme) verbrannt. Bei der Einhaltung der geforderten Betriebsbedingungen für die Vergasung wie die nötige Qualität des Vergaserbrennstoffes (Holzfeuchte, Stückgröße und Staub) kann unter Einsatz einer Lambda–Regelung eine optimale Verbrennung des Holzgases im Gasmotor erreicht werden.
Alle wichtigen Parameter werden im Kuntschar Holzvergaser kontinuierlich über eine integrierte Prozesssteuerung unter Einbindung von Temperaturmesssonden im Vergaser, über die Druckdifferenzsteuerung zwischen Sauerstoff-Lufteindüsung und Holzgasabsaugung sowie über die geforderte elektrische Leistung des MHKW`s überwacht bzw. eingestellt.